FF Baden Weikersdorf

Helenenstraße 2

Dez

20

Vorweihnachtliches Geschenk: Rettung und Feuerwehr retteten 14 Personen das Leben

Autor: HBM Ing. Christian Dolkowski

 

20121220-04

CO-Austritt (Foto: Martin Hofmann)

Am 20.12.2012 wurde das Rote Kreuz Baden zu einer Patientin in ein Wohnhaus in die Braitnerstra√üe gerufen. Gl√ľcklicherweise f√ľhrt jedes Rettungsteam vorsorglich ein Kohlenmonoxidmessger√§t mit. Dieses Ger√§t warnt automatisch rechtzeitig vor diesem sehr giftigen und geruchlosen ¬†Gas, welches durch unvollst√§ndige Verbrennung entsteht.

Als in den Abendstunden das Rot Kreuz Team das Wohnhaus betrat, schlug der CO-Sensor am Notfallrucksack Alarm. Dies bedeutet akute Lebensgefahr f√ľr jede Person im Geb√§ude. Eine Rettung der Personen ist nur durch die Feuerwehr mit schwerem Atemschutz m√∂glich. Daher wurde umgehend √ľber die Leitstelle die √∂rtlich zust√§ndige Feuerwehr Baden Weikersdorf und weitere Kr√§fte des Roten Kreuzes alarmiert. Die FF Baden Weikersdorf konnte mit insgesamt 19 Einsatzkr√§ften 14 Personen aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich retten und dem Roten Kreuz √ľbergeben. Die Rettung der Betroffenen erfolgte durch die Feuerwehrleute unter enormen Zeitdruck. Dies war nur durch die¬† sehr gute Ausr√ľstung und professionelle Ausbildung der Einsatzkr√§fte m√∂glich. So wurden die Atemschutzger√§te bereits w√§hrend der Anfahrt zum Einsatzort durch die Helfer angelegt, um nach dem Eintreffen keine Sekunde mehr zu verlieren. Zus√§tzlich wurde mittels eines Hochleistungsl√ľfters Frischluft in das Geb√§ude geblasen (rd. 10.000m3/h) und alle Fenster und T√ľren ge√∂ffnet.
Das Rote Kreuz war mit 4 Rettungswagen und einem Notarztwagen vor Ort. Nach der Erstversorgung mussten 7 Personen mit Vergiftungsverdacht in die Krankenhäuser Baden und Mödling transportiert werden. Alle Patienten konnten aber in der Nacht noch in häusliche Pflege entlassen werden.
Die Feuerwehr sperrte vorsorglich die Gaszufuhr, l√ľftete alle R√§ume und gab nach neuerlicher Pr√ľfung mit dem Gasmessger√§t das Geb√§ude wieder zur Ben√ľtzung ¬†frei.
Über die Exekutive wird die Ursachenermittlung unter Beiziehung des zuständigen Rauchfangkehrermeisters eingeleitet.

Hintergrundinformation zu CO:
Kohlenmonoxid entsteht bei unvollst√§ndiger Verbrennung.¬† Wie kann es dazu kommen?¬† Viele W√§rmeger√§te wie Gastherme, √Ėlheizung , Kachelofen, Gasherd ben√∂tigen f√ľr eine vollst√§ndige Verbrennung ausreichend Sauerstoff. Im Winter ist die Gefahr besonders gro√ü, dass falsche ‚ÄěIsolierma√ünahmen‚Äú den f√ľr die Verbrennung notwendigen Sauerstoff fernhalten. Heizr√§ume bzw. Badezimmer in denen eine offene Flamme brennt, m√ľssen immer entsprechend bel√ľftet sein. Au√üerdem muss der Abluftkanal (Kamin) immer frei sein und ist daher regelm√§√üig durch einen Rauchfangkehrer zu pr√ľfen. Ein verlegter Kamin oder das Zustopfen von L√ľftungs√∂ffnungen um ‚ÄěEnergie zu sparen‚Äú kann somit lebensgef√§hrlich werden! Bedauerlicherweise k√∂nnen wir mit unseren Sinnesorganen dieses gef√§hrliche Gas nicht wahrnehmen. Eine CO Vergiftung √§u√üert sich durch pl√∂tzlich auftretende M√ľdigkeit eventuell verbunden mit Schwindelgef√ľhl, √úbelkeit und Sehst√∂rungen. In diesem Fall unbedingt f√ľr Frischluft sorgen, wenn m√∂glich Gefahrenbereich verlassen, Z√ľndquellen vermeiden (CO ist brennbar) und¬† √ľber Notruf Hilfe herbeirufen (144 Rettung, 122 Feuerwehr). Abgesehen von Brandmeldern sind auch CO-Warner im Handel schon um die 50.- ‚ā¨ erh√§ltlich.

Fotocredit: LM, Martin Hofmann

Eingesetzte Kräfte der FF Baden Weikersdorf:

pumpe1 pumpe2 tank2

mit 19 Mann
Einsatzleiter: BR Martin Geiger

vor Ort:

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